Chronik

1720

Die ersten Aufzeichnungen über "Stadtmusikanten" gab es bereits im 18. Jahrhundert. Um das Jahr 1720 wurden die damaligen Musikanten in erster Linie für Gottesdienste und Hochzeiten engagiert, es waren damals ca. 10 Musiker. Den Protokollen zufolge gab es auch zu dieser Zeit schon Beschwerden darüber, dass die Musiker beim Wirt allerlei Unfug trieben, das zur Folge hatte, dass sie sich beim Amtsbürgermeister entschuldigen mussten.

1857

Im Jahr 1857 kam Ignaz Walch als städtischer Musikdirektor nach Kaufbeuren. Er hat auch 1866 die Tänzelfest-Knabenkapelle gegründet. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Instrumente für 1150 Mark angeschafft. Da ein Zuschuss von der Stadt gewährt wurde, gingen diese in das Eigentum der Stadt über.

1919

Am 16.11.1919 fand das erste Konzert unter Dirigent Herr Schwemmer im Stadtsaal statt. Es wurde vereinbart, dass der städtische Kapellmeister Beamter und pensionsberechtigt ist. Dafür musste er 16 Wochenstunden Musikunterricht erteilen und die Knabenkapelle ausbilden. Er erhielt 1130 Mark Jahresgehalt. Nachdem es zu Beschwerden über die mangelnde Leistung der Kapelle kam, wurden von verschiedenen Vereinsvorsitzenden Gutachten eingeholt, die jedoch alle positiv ausfielen.

1932

Offizieller Name: Stadtkapelle Harmoniemusik, unter Dirigent Dreyhaupt. Ärger gab es dann einmal mit dem Bürgermeister, als der Dirigent eine Probe nicht abgehalten hatte, obwohl nur 4 Musiker fehlten.

1935

Die "Harmoniemusik" wurde wieder aufgelöst und eine neue Kapelle unter dem Vorsitz von Chorregent Hahn gegründet. Es gab dann also 2 Orchester: Das Symphonie-Orchester (Hahn) und das Blasorchester (Dreyhaupt).

1938

Im Jahr 1938 war es dann soweit: Tänzelfest-Knabenkapelle und Stadtkapelle wurden wieder unter einer Leitung gestellt. Die Stadtkaplle sollte Musikzug der NSDAP werden - an dieser Lösung hatte allerdings der Tänzelfestverein kein Interesse.

1939

Die Stadtkapelle wurde aufgelöst, mit der Begründung, die Kapelle habe für die Stadt keine Bedeutung mehr. Damit war das Kapitel "Stadtkapelle" für die Zeit vor dem 2. Weltkrieg abgeschlossen.

1946

Karl Benzinger bewarb sich für das Amt des Stadtkapellmeisters, zugleich wurden auch "politisch unbelastete Musiker" gesucht. Von der Stadt wurde aber zunächst die Wiedergründung abgelehnt.

1951

Offizielle Verleihung des Namens "Stadtkapelle".

1958

Nikolaus Pankratz wurde neuer Leiter der Stadtkapelle.

1967

Neugründung der Stadtkapelle durch den Tänzelfestverein mit ihrem Vorstand Walter Werz. Josef Fuchs, ehemaliges Mitglied der Tänzelfest-Knabenkapelle, wird mit der Aufgabe betraut die Kapelle aufzubauen.

1968

Die Kapelle "Josef Fuchs", avanciert durch Stadtratsbeschluß offiziell zur "Stadtkapelle Kaufbeuren". Die Kapelle besteht aus 25 Aktiven.

1970

Die Stadtkapelle erreicht beim Landesmusikfest in Memmingen mit dem Stück "Tirol 1809" in der Kunststufe einen 1. Rang mit Auszeichnung (116 Punkten);

1971

Jährliche Konzerte sowie das Tänzelfest sind fester Bestandteil des Programms der Stadtkapelle Kaufbeuren geworden.

1976

Die Stadtkapelle veranstaltet zum ersten Mal ein Waldfest.

1977

Oberbürgermeister Rudolf Krause verleiht am 26. November 1977 der Kapelle eine Urkunde zur offiziellen Bezeichnung "Stadtkapelle Kaufbeuren", verbunden mit dem Recht zur Führung des Wappens der Stadt.

1978

Völlig unerwartet verstarb Josef Fuchs, der Leiter der Tänzelfest-Knabenkapelle und der Stadtkapelle Kaufbeuren, nach einer Operation am 27. September 1978 im Krankenhaus Schongau.

1979

Georg Przybilla, Kapellmeister in Marktoberdorf, übernimmt zunächst die Betreuung der Stadtkapelle und der Knabenkapelle Kaufbeuren bis zu einer Neubesetzung des Dirigentenamtes, das er im gleichen Jahr noch übernimmt.

1981

Beim Wertungsspiel in Stöttwang konnte mit dem Stück "Die diebische Elster" die Traumpunktzahl von 120 Punkten erreicht werden.

1986

Unter der Stabführung von Rudolf Hartmann wird die Stadtkapellen - Big Band gegründet.

1987

Die Stadtkapelle wurde ein eigener Verein mit eigener Satzung.

1988

Nach fast zehn Jahren legt Georg Przybilla aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit als Kapellmeister nieder. Ein Nachfolger konnte bald gewonnen werden: Freek Mestrini - 1. Flügelhornist bei Ernst Mosch und Solotrompeter beim Militärorchester der holländischen Marine.

1991

In der Dreifaltigkeits-Kirche Kaufbeuren findet zum ersten Mal ein Weihnachtskonzert der Stadtkapelle statt.

1993

Die Stadtkapelle erhält im Rahmen der Tänzelfest-Eröffnung den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren.

1994

Bayerns Kultusminister Hans Zehetmair überreicht der Stadtkapelle Kaufbeuren die "Pro-Musica-Plakette".

1995

Am 12. November verstarb Georg Przybilla (Dirigent der Jugendkapelle Marktoberdorf und ehemaliger Dirigent der Stadtkapelle 1979-1988) auf der Bühne bei einem bayerischen Orchesterwettbewerb in Nördlingen.

1997

Das letzte Weihnachtskonzert, das Freek Mestrini dirigierte. Peter Oswald aus Friedberg wurde der neue Dirigent.

1998

Mit Peter Oswald war keine Zusammenarbeit mehr möglich, da er sein Programm mehr auf Jazz auslegte. Und weder er noch die Musiker waren gewillt, sich in ihren Programmvorstellungen einander zu nähern und damit eine Basis für die weitere Arbeit zu finden. Im Mai wurde daher Albert Steidele aus Memmingen der neue musikalische Leiter.

2000

Ende des Jahres beendete Albert Steidele seine Tätigkeit bei der Stadtkapelle, nachdem er sich im Sommer auch als Dirigent bei der Knabenkapelle beworben hatte, aber nicht zum Zuge kam. Die Kapelle litt auch an einem großen "Musikerschwund". Das Durchschnittsalter betrug ca 37 Jahre.

2001

Jürgen Lehmann aus Bertoldshofen übernahm die Leitung der Stadtkapelle.

2003

Im August wurde Wolfgang Wagner (Leiter der Tänzelfest-Knabenkapelle) neuer Dirigent. Seitdem stehen nun Stadtkapelle und Knabenkapelle wieder unter einer Leitung. Das wirkt sich auch positiv auf die Kapellenstärke aus, da viele junge Leute aus der Knabenkapelle und aus der "Ludwig Hahn"-Musikschule mittlerweile auch bei der Stadtkapelle mitspielen.

2008

Im Februar war es endlich soweit. Die Stadtkapelle konnte nach 25 Jahren Probenarbeit im Martinsheim, den neuen Probenraum im Dachgeschoss des ehemaligen AOK Gebäude beziehen. Der neue Probenraum ist mit akustisch vorteilhaften Elementen versehen worden, um für alle Spieler und Zuhörer einen optimalen Klangeindruck zu bieten.

2009

Fahrt nach Verona mit Standkonzert und Aida-Besuch, Aufführung der "Missa Katerina"

2010

Teilnahme am Bezirksmusikfest in Lindenberg, das für dieses Jahr zum ersten Mal geplante "Brunnenfest" fiel dem schlechten Wetter zum Opfer. Die Stadtkapelle Kaufbeuren wurde beim Lagerleben mit dem Preis "schönstes und aktivstes Lager" ausgezeichnet.

2011

Der Generationenwechsel in der Vereinsführung kündigt sich an, Herbert Lachenmayer stellt sich ein letztes Mal für den Vorstandsposten zur Verfügung. Als Nachfolger wird Tobias Zeitler als stellv.Vorstand für sein neues Amt vorbereitet. In der St. Martins Kirch erfolgte die Uraufführung der von Georg Stich komponierten "Crescentia Messe".

2012

Das Jahr ist überschattet vom plötzlichen Tod von Heinz Hofmann, er hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke. Die Stadtkapelle nimmt zum 5. Mal am Grenzgangsfest in Biedenkopf teil, dieses Fest findet nur alle sieben Jahre statt. Im Herbst wird nochmals die "Missa Katerina" aufgeführt.

2013

Der "Generationenwechsel" wird vollzogen: Tobias Zeitler wird neuer Vorstand der Stadtkapelle Kaufbeuren.

2014

Zum ersten Mal kann das "Brunnenfest" bei guter Witterung durchgeführt werden. Die gute Seele der Kapelle, Ellen Pressl wird nach 43 aktiven Jahren verabschiedet, führt aber das Amt als Notenwartin weiter. Da die Dirndl in die Jahre gekommen waren und viele neue weibliche Mitglieder zur Stadtkapelle hinzugekommen sind wurden neue Dirndl angeschafft, welche dann zum ersten Mal am Weihnachtskonzert präsentiert wurden.

2015

Beim Bezirksmusikfest in Weicht erfolgte zum ersten Mal die Teilnahme in der Kategorie "Stundenchor", dieser Einsatz wurde mit einem ausgezeichneten Erfolg (93 Punkte) belohnt. Im Oktober erfolgte ein 3-tägiger Vereinsausflug nach Südtirol.

2016

Das Jahr war geprägt von diversen Auftritten. Die Stadtkapelle übernahm im Auftrag des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes das Catering für den Jugendblasorchesterwettbewerb. Helmut Knall (Stadtkapellenmitglied seit 1967) feiert ein besonderes Jubiläum, er ist seit 60 Jahren beim Tänzelfest dabei. ​

2017

Das Jahr 2017 stand im Zeichen „50 Jahre Stadtkapelle Kaufbeuren nach der Wiedergründung“. Für das Jubiliäumskonzert konnten auch die ehemaligen Dirigenten FreekMestrini, Albert Steidele und Jürgen Lehmann als Gastdirigenten gewonnen werden. Auch viele ehemalige Musikerinnen und Musiker wurden als Gäste begrüßt. Abgeschlossen wurdedas Jubilläumsjahr mit dem traditionellen Weihnachtskonzert in der Dreifaltigkeitskirche.

2018

Im Juni 2018 konnte erstmals in Zusammenarbeit mit dem Marien-Gymnasium Kaufbeuren das Singspiel „Crescentia in Concert“ von Georg Stich aufgeführt werden. Der Komponist Georg Stich schuf die Lieder aus Verehrung für die Heilige. Leider konnte er die Aufführung nicht mehr selber miterleben; er starb im November 2017 an den Folgen einer Herzattacke. Es folgte die Teilnahme am Bezirksmusikfest in Stöttwang. Die Stadtkapelle erreichte in der Oberstufe bei der Stundenchorwertung mit 91 Punkten einen ausgezeichneten Erfolg. Zum Herbstkonzert war es endlich soweit: Die neue Tracht konnte dem Publikum im Stadtsaal vorgestellt werden.

2019

Nach langem Warten war es endlich wieder soweit: Die Stadtkapelle nahm wieder am Grenzgangsfest im hessischen Biedenkopf teil. Dieses Fest findet nur alle 7 Jahre statt und erfreut sich bei zehntausenden Besuchern höchster Beliebtheit. Die Kaufbeurer Musiker wurden bei Ihren Auftritten bei den diversen Umzügen und im Bierzelt begeistert gefeiert. Zum Ende des Jahres kam es zu vereinsinternen Unstimmigkeiten was zu einer Absage des Herbstkonzertes führte. Für das Weihnachtskonzert konnte unser ehemaliger Dirigent Freek Mestrini gewonnen werden. Dirigent Wolfgang Wagner beendete seine Tätigkeit nach 16 Jahren zum Januar 2020.

2020

Als neuer Dirigent konnte der Kaufbeurer und ehemaliges Stadtkapellenmitglied Robert Gleichsner engagiert werden. Leider zwang uns nach lediglich vier Proben die Corona Pandemie zu einer wochenlangen Zwangspause. Fast alle Auftritte fielen 2020 der Corona-Krise zum Opfer. Lediglich ein Frühschoppenkonzert in Neugablonz im Juli und ein Konzert im Tänzelfest-Rondell im Oktober konnten durchgeführt werden.

2021

Immer noch war das Vereinsleben durch die Corona-Krise geprägt. Es fand zum zweiten Mal in Folge kein Tänzelfest statt. Im Sommer konnte nur ein Frühschoppenkonzert in Neugablonz stattfinden. Umso größer war die Freude, dass das Herbstkonzert im Stadtsaal gespielt werden konnte (mit Maskenpflicht des Publikums!) Das Weihnachtskonzert fiel leider wieder einem erneuten Lock-Down zum Opfer.

2022

So langsam nahmen nach Testpflicht, Masken etc. die Proben wieder Fahrt auf und es konnte allmählich wieder unter „normalen“ Bedingungen geprobt werden. So fand zum ersten Mal im Mai am Mittwoch vor Christihimmelfahrt eine Serenade im Spitalhof statt. Diese Premiere fand bei schönstem Wetter statt und lockte zahlreiche Zuschauer an. Nach 2 Jahren Zwangspause konnte das Tänzelfest wieder stattfinden. Mit einer Besonderheit für unsere langjährigen Mitglieder Herbert Lachenmayer und Bernhard Pressl: Beide sind seit 60 Jahren bei dem historischen Kinderfest dabei. Auch konnten das Herbstkonzert und das Weihnachtskonzert in der Dreifaligkeitskirche wieder stattfinden.

2023

Anfang des Jahres wurde bei der Jahresversammlung ein Generationenwechsel vollzogen. Der langjährige Erste Vorsitzende Herbert Lachenmayer kandidierte altersbedingt nicht mehr für das Amt. Zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang Flietel gewählt. Im Jahresverlauf folgten Auftritte bei der Serenade, Teilnahme am Tänzelfest, Turmfest, Stadtlauf und natürlich den „Klassikern“ wie Herbst-und Weihnachtskonzert.

Chronik

Chronik

1720

Die ersten Aufzeichnungen über "Stadtmusikanten" gab es bereits im 18. Jahrhundert. Um das Jahr 1720 wurden die damaligen Musikanten in erster Linie für Gottesdienste und Hochzeiten engagiert, es waren damals ca. 10 Musiker. Den Protokollen zufolge gab es auch zu dieser Zeit schon Beschwerden darüber, dass die Musiker beim Wirt allerlei Unfug trieben, das zur Folge hatte, dass sie sich beim Amtsbürgermeister entschuldigen mussten.

1857

Im Jahr 1857 kam Ignaz Walch als städtischer Musikdirektor nach Kaufbeuren. Er hat auch 1866 die Tänzelfest-Knabenkapelle gegründet. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Instrumente für 1150 Mark angeschafft. Da ein Zuschuss von der Stadt gewährt wurde, gingen diese in das Eigentum der Stadt über.

1919

Am 16.11.1919 fand das erste Konzert unter Dirigent Herr Schwemmer im Stadtsaal statt. Es wurde vereinbart, dass der städtische Kapellmeister Beamter und pensionsberechtigt ist. Dafür musste er 16 Wochenstunden Musikunterricht erteilen und die Knabenkapelle ausbilden. Er erhielt 1130 Mark Jahresgehalt. Nachdem es zu Beschwerden über die mangelnde Leistung der Kapelle kam, wurden von verschiedenen Vereinsvorsitzenden Gutachten eingeholt, die jedoch alle positiv ausfielen.

1932

Offizieller Name: Stadtkapelle Harmoniemusik, unter Dirigent Dreyhaupt. Ärger gab es dann einmal mit dem Bürgermeister, als der Dirigent eine Probe nicht abgehalten hatte, obwohl nur 4 Musiker fehlten.

1935

Die "Harmoniemusik" wurde wieder aufgelöst und eine neue Kapelle unter dem Vorsitz von Chorregent Hahn gegründet. Es gab dann also 2 Orchester: Das Symphonie-Orchester (Hahn) und das Blasorchester (Dreyhaupt).

1938

Im Jahr 1938 war es dann soweit: Tänzelfest-Knabenkapelle und Stadtkapelle wurden wieder unter einer Leitung gestellt. Die Stadtkaplle sollte Musikzug der NSDAP werden - an dieser Lösung hatte allerdings der Tänzelfestverein kein Interesse.

1939

Die Stadtkapelle wurde aufgelöst, mit der Begründung, die Kapelle habe für die Stadt keine Bedeutung mehr. Damit war das Kapitel "Stadtkapelle" für die Zeit vor dem 2. Weltkrieg abgeschlossen.

1946

Karl Benzinger bewarb sich für das Amt des Stadtkapellmeisters, zugleich wurden auch "politisch unbelastete Musiker" gesucht. Von der Stadt wurde aber zunächst die Wiedergründung abgelehnt.

1951

Offizielle Verleihung des Namens "Stadtkapelle".

1958

Nikolaus Pankratz wurde neuer Leiter der Stadtkapelle.

1967

Neugründung der Stadtkapelle durch den Tänzelfestverein mit ihrem Vorstand Walter Werz. Josef Fuchs, ehemaliges Mitglied der Tänzelfest-Knabenkapelle, wird mit der Aufgabe betraut die Kapelle aufzubauen.

1968

Die Kapelle "Josef Fuchs", avanciert durch Stadtratsbeschluß offiziell zur "Stadtkapelle Kaufbeuren". Die Kapelle besteht aus 25 Aktiven.

1970

Die Stadtkapelle erreicht beim Landesmusikfest in Memmingen mit dem Stück "Tirol 1809" in der Kunststufe einen 1. Rang mit Auszeichnung (116 Punkten);

1971

Jährliche Konzerte sowie das Tänzelfest sind fester Bestandteil des Programms der Stadtkapelle Kaufbeuren geworden.

1976

Die Stadtkapelle veranstaltet zum ersten Mal ein Waldfest.

1977

Oberbürgermeister Rudolf Krause verleiht am 26. November 1977 der Kapelle eine Urkunde zur offiziellen Bezeichnung "Stadtkapelle Kaufbeuren", verbunden mit dem Recht zur Führung des Wappens der Stadt.

1978

Völlig unerwartet verstarb Josef Fuchs, der Leiter der Tänzelfest-Knabenkapelle und der Stadtkapelle Kaufbeuren, nach einer Operation am 27. September 1978 im Krankenhaus Schongau.

1979

Georg Przybilla, Kapellmeister in Marktoberdorf, übernimmt zunächst die Betreuung der Stadtkapelle und der Knabenkapelle Kaufbeuren bis zu einer Neubesetzung des Dirigentenamtes, das er im gleichen Jahr noch übernimmt.

1981

Beim Wertungsspiel in Stöttwang konnte mit dem Stück "Die diebische Elster" die Traumpunktzahl von 120 Punkten erreicht werden.

1986

Unter der Stabführung von Rudolf Hartmann wird die Stadtkapellen - Big Band gegründet.

1987

Die Stadtkapelle wurde ein eigener Verein mit eigener Satzung.

1988

Nach fast zehn Jahren legt Georg Przybilla aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit als Kapellmeister nieder. Ein Nachfolger konnte bald gewonnen werden: Freek Mestrini - 1. Flügelhornist bei Ernst Mosch und Solotrompeter beim Militärorchester der holländischen Marine.

1991

In der Dreifaltigkeits-Kirche Kaufbeuren findet zum ersten Mal ein Weihnachtskonzert der Stadtkapelle statt.

1993

Die Stadtkapelle erhält im Rahmen der Tänzelfest-Eröffnung den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren.

1994

Bayerns Kultusminister Hans Zehetmair überreicht der Stadtkapelle Kaufbeuren die "Pro-Musica-Plakette".

1995

Am 12. November verstarb Georg Przybilla (Dirigent der Jugendkapelle Marktoberdorf und ehemaliger Dirigent der Stadtkapelle 1979-1988) auf der Bühne bei einem bayerischen Orchesterwettbewerb in Nördlingen.

1997

Das letzte Weihnachtskonzert, das Freek Mestrini dirigierte. Peter Oswald aus Friedberg wurde der neue Dirigent.

1998

Mit Peter Oswald war keine Zusammenarbeit mehr möglich, da er sein Programm mehr auf Jazz auslegte. Und weder er noch die Musiker waren gewillt, sich in ihren Programmvorstellungen einander zu nähern und damit eine Basis für die weitere Arbeit zu finden. Im Mai wurde daher Albert Steidele aus Memmingen der neue musikalische Leiter.

2000

Ende des Jahres beendete Albert Steidele seine Tätigkeit bei der Stadtkapelle, nachdem er sich im Sommer auch als Dirigent bei der Knabenkapelle beworben hatte, aber nicht zum Zuge kam. Die Kapelle litt auch an einem großen "Musikerschwund". Das Durchschnittsalter betrug ca 37 Jahre.

2001

Jürgen Lehmann aus Bertoldshofen übernahm die Leitung der Stadtkapelle.

2003

Im August wurde Wolfgang Wagner (Leiter der Tänzelfest-Knabenkapelle) neuer Dirigent. Seitdem stehen nun Stadtkapelle und Knabenkapelle wieder unter einer Leitung. Das wirkt sich auch positiv auf die Kapellenstärke aus, da viele junge Leute aus der Knabenkapelle und aus der "Ludwig Hahn"-Musikschule mittlerweile auch bei der Stadtkapelle mitspielen.

2008

Im Februar war es endlich soweit. Die Stadtkapelle konnte nach 25 Jahren Probenarbeit im Martinsheim, den neuen Probenraum im Dachgeschoss des ehemaligen AOK Gebäude beziehen. Der neue Probenraum ist mit akustisch vorteilhaften Elementen versehen worden, um für alle Spieler und Zuhörer einen optimalen Klangeindruck zu bieten.

2009

Fahrt nach Verona mit Standkonzert und Aida-Besuch, Aufführung der "Missa Katerina"

2010

Teilnahme am Bezirksmusikfest in Lindenberg, das für dieses Jahr zum ersten Mal geplante "Brunnenfest" fiel dem schlechten Wetter zum Opfer. Die Stadtkapelle Kaufbeuren wurde beim Lagerleben mit dem Preis "schönstes und aktivstes Lager" ausgezeichnet.

2011

Der Generationenwechsel in der Vereinsführung kündigt sich an, Herbert Lachenmayer stellt sich ein letztes Mal für den Vorstandsposten zur Verfügung. Als Nachfolger wird Tobias Zeitler als stellv.Vorstand für sein neues Amt vorbereitet. In der St. Martins Kirch erfolgte die Uraufführung der von Georg Stich komponierten "Crescentia Messe".

2012

Das Jahr ist überschattet vom plötzlichen Tod von Heinz Hofmann, er hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke. Die Stadtkapelle nimmt zum 5. Mal am Grenzgangsfest in Biedenkopf teil, dieses Fest findet nur alle sieben Jahre statt. Im Herbst wird nochmals die "Missa Katerina" aufgeführt.

2013

Der "Generationenwechsel" wird vollzogen: Tobias Zeitler wird neuer Vorstand der Stadtkapelle Kaufbeuren.

2014

Zum ersten Mal kann das "Brunnenfest" bei guter Witterung durchgeführt werden. Die gute Seele der Kapelle, Ellen Pressl wird nach 43 aktiven Jahren verabschiedet, führt aber das Amt als Notenwartin weiter. Da die Dirndl in die Jahre gekommen waren und viele neue weibliche Mitglieder zur Stadtkapelle hinzugekommen sind wurden neue Dirndl angeschafft, welche dann zum ersten Mal am Weihnachtskonzert präsentiert wurden.

2015

Beim Bezirksmusikfest in Weicht erfolgte zum ersten Mal die Teilnahme in der Kategorie "Stundenchor", dieser Einsatz wurde mit einem ausgezeichneten Erfolg (93 Punkte) belohnt. Im Oktober erfolgte ein 3-tägiger Vereinsausflug nach Südtirol.

2016

Das Jahr war geprägt von diversen Auftritten. Die Stadtkapelle übernahm im Auftrag des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes das Catering für den Jugendblasorchesterwettbewerb. Helmut Knall (Stadtkapellenmitglied seit 1967) feiert ein besonderes Jubiläum, er ist seit 60 Jahren beim Tänzelfest dabei. ​

2017

Das Jahr 2017 stand im Zeichen „50 Jahre Stadtkapelle Kaufbeuren nach der Wiedergründung“. Für das Jubiliäumskonzert konnten auch die ehemaligen Dirigenten FreekMestrini, Albert Steidele und Jürgen Lehmann als Gastdirigenten gewonnen werden. Auch viele ehemalige Musikerinnen und Musiker wurden als Gäste begrüßt. Abgeschlossen wurdedas Jubilläumsjahr mit dem traditionellen Weihnachtskonzert in der Dreifaltigkeitskirche.

2018

Im Juni 2018 konnte erstmals in Zusammenarbeit mit dem Marien-Gymnasium Kaufbeuren das Singspiel „Crescentia in Concert“ von Georg Stich aufgeführt werden. Der Komponist Georg Stich schuf die Lieder aus Verehrung für die Heilige. Leider konnte er die Aufführung nicht mehr selber miterleben; er starb im November 2017 an den Folgen einer Herzattacke. Es folgte die Teilnahme am Bezirksmusikfest in Stöttwang. Die Stadtkapelle erreichte in der Oberstufe bei der Stundenchorwertung mit 91 Punkten einen ausgezeichneten Erfolg. Zum Herbstkonzert war es endlich soweit: Die neue Tracht konnte dem Publikum im Stadtsaal vorgestellt werden.

2019

Nach langem Warten war es endlich wieder soweit: Die Stadtkapelle nahm wieder am Grenzgangsfest im hessischen Biedenkopf teil. Dieses Fest findet nur alle 7 Jahre statt und erfreut sich bei zehntausenden Besuchern höchster Beliebtheit. Die Kaufbeurer Musiker wurden bei Ihren Auftritten bei den diversen Umzügen und im Bierzelt begeistert gefeiert. Zum Ende des Jahres kam es zu vereinsinternen Unstimmigkeiten was zu einer Absage des Herbstkonzertes führte. Für das Weihnachtskonzert konnte unser ehemaliger Dirigent Freek Mestrini gewonnen werden. Dirigent Wolfgang Wagner beendete seine Tätigkeit nach 16 Jahren zum Januar 2020.

2020

Als neuer Dirigent konnte der Kaufbeurer und ehemaliges Stadtkapellenmitglied Robert Gleichsner engagiert werden. Leider zwang uns nach lediglich vier Proben die Corona Pandemie zu einer wochenlangen Zwangspause. Fast alle Auftritte fielen 2020 der Corona-Krise zum Opfer. Lediglich ein Frühschoppenkonzert in Neugablonz im Juli und ein Konzert im Tänzelfest-Rondell im Oktober konnten durchgeführt werden.

2021

Immer noch war das Vereinsleben durch die Corona-Krise geprägt. Es fand zum zweiten Mal in Folge kein Tänzelfest statt. Im Sommer konnte nur ein Frühschoppenkonzert in Neugablonz stattfinden. Umso größer war die Freude, dass das Herbstkonzert im Stadtsaal gespielt werden konnte (mit Maskenpflicht des Publikums!) Das Weihnachtskonzert fiel leider wieder einem erneuten Lock-Down zum Opfer.

2022

So langsam nahmen nach Testpflicht, Masken etc. die Proben wieder Fahrt auf und es konnte allmählich wieder unter „normalen“ Bedingungen geprobt werden. So fand zum ersten Mal im Mai am Mittwoch vor Christihimmelfahrt eine Serenade im Spitalhof statt. Diese Premiere fand bei schönstem Wetter statt und lockte zahlreiche Zuschauer an. Nach 2 Jahren Zwangspause konnte das Tänzelfest wieder stattfinden. Mit einer Besonderheit für unsere langjährigen Mitglieder Herbert Lachenmayer und Bernhard Pressl: Beide sind seit 60 Jahren bei dem historischen Kinderfest dabei. Auch konnten das Herbstkonzert und das Weihnachtskonzert in der Dreifaligkeitskirche wieder stattfinden.

2023

Anfang des Jahres wurde bei der Jahresversammlung ein Generationenwechsel vollzogen. Der langjährige Erste Vorsitzende Herbert Lachenmayer kandidierte altersbedingt nicht mehr für das Amt. Zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang Flietel gewählt. Im Jahresverlauf folgten Auftritte bei der Serenade, Teilnahme am Tänzelfest, Turmfest, Stadtlauf und natürlich den „Klassikern“ wie Herbst-und Weihnachtskonzert.